
Photovoltaik auf Steildächern ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Doch Dächer mit PV-Anlagen sind besonders windsoggefährdet. Um Schäden an Dach, Modulen und Gebäuden zu verhindern, ist eine fachgerechte Windsogsicherung unerlässlich.
Besonders Dächer, die vor 2011 eingedeckt wurden, und solche mit PV-Anlagen sind häufig nicht ausreichend gegen starke Windlasten geschützt. Diese Dächer sind besonders gefährdet, da sie oft nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Ohne eine richtige Windsogsicherung können Dachpfannen herausgelöst und die PV-Anlage beschädigt werden – was zu erheblichen Sicherheits- und Haftungsrisiken führt.
Warum Windsogsicherung bei PV notwendig ist
- PV‑Anlagen erhöhen die Windbelastung: Die Installation von PV-Anlagen, insbesondere auf Steildächern, führt zu einer veränderten Windlastverteilung. Der Luftstrom unter und um die Module wird beschleunigt, was zu erhöhten Sog- und Drucklasten führt.
- Ältere Dächer sind besonders gefährdet: Besonders Dächer, die vor 2011 eingedeckt wurden, sind häufig nicht für die heutigen Anforderungen an Windlasten ausgelegt. Sturmklammern, die vor dieser Zeit verwendet wurden, sind nicht immer auf dem neuesten Stand der Technik.
- Grundprinzip: Erst Windsogsicherung, dann PV. Bevor die PV-Anlage montiert wird, muss die Windsogsicherung vollständig und korrekt ausgeführt werden, um Schäden an den Dachpfannen und der PV-Anlage zu vermeiden.
Worauf bei der Sicherung zu achten ist
- Sicherung der Dachpfannen unter der PV‑Anlage: Jede Dachpfanne, die sich unter einer Aufdach‑PV-Anlage befindet, muss sicher gegen Windsog geklammert werden. Dies gilt auch für alle angrenzenden Bereiche. Besonders Rand- und Übergangsflächen (Ortgang, Traufe, Kehle, First, Innenbereich) müssen gesichert werden, da hier die stärksten Windlasten auftreten können.
- Empfohlene Breite des Sicherungsbereichs: Der zu sichernde Bereich sollte mindestens 1,50 m um die PV-Anlage herum betragen, um die Gefahr zu minimieren, dass sich Dachpfannen lösen und die PV‑Module beschädigen.
- Indach-Systeme: Bei Indach-PV-Systemen, bei denen die Module die Dachpfannen ersetzen, übernehmen die Module die Funktion der gesamten Dachdeckung. Diese müssen entsprechend gesichert werden, um die Windlasten abzutragen und das Dach stabil zu halten.
- Spezifische Sicherungslösungen für jedes System: Es ist wichtig, dass für jedes Indach-System eine enge Abstimmung zwischen Systemanbieter, Planer und ausführendem Dachbetrieb erfolgt. Ein Produkt für ein anderes System darf nicht einfach übertragen werden.
Was FOS® bietet:
- Sturmklammern für Indach‑Systeme: FOS® bietet speziell entwickelte Sturmklammern für Indach-Systeme an. Diese Klammern werden an der Unterkonstruktion der PV-Module befestigt und sorgen für eine normgerechte Sicherung.
- Berechnungs-Tool WindCHECK®: Mit dem FOS WindCHECK® können Dachprofis die erforderliche Sturmklammer, deren Anzahl und das passende Befestigungsschema berechnen. So wird die Windsogsicherung individuell und normgerecht für jedes Dach und jede PV-Anlage geplant.
- Aktuelle Informationen zur Solarpflicht.