FOS Windsogsicherung

Zuordnungen im Windsogsicherungssystem

Ermittlung der Abhebewiderstände

Was ist ein Windsogsicherungssystem?
Um die Windlasten aufnehmen und dem Windsog entgegenzuwirken zu können, wird ein Windsogsicherungssystem benötigt. Als Windsogsicherungssystem wird das Zusammenspiel von den drei Einzelkomponenten
  • Unterkonstruktion, z.B. Dachlattung oder Metallkonstruktion,
  • Eindeckmaterial, z.B. Dachziegel, Dachsteine oder Schiefer,
  • und einer Befestigung, z.B. einer Sturmklammer,
bezeichnet.
Was ist eine Zuordnung?
Eine Zuordnung ist die Kombination der drei Einzelkomponenten des Windsogsicherungssystems, d.h. einer Lattung, eines Deckwerkstoffes und einer Sturmklammer.

In einer Systemprüfung nach der aktuellen Prüfnorm EN 14437 wird die Zuordnung getestet. FOS PrüfstandFOS PrüfstandDas Ergebnis der Prüfung ist der Abhebewiderstand der geklammerten Dacheindeckung. Der Abhebewiderstand muss in der Windsogberechnung für ein Gebäude mindestens gleich groß oder größer als die Windlast am Objekt sein.

FOS Systemprüfung nach EN 14437

Was ist das Prüfsiegel DIN EN 14437?FOS Qualität Made in Germany und nach DIN EN 14437 getestet

Die europäische Norm DIN EN 14437 legt Prüfverfahren zur Bestimmung des Abhebewiderstandes von Deckwerkstoffen fest, die lose aufliegen oder mechanisch auf der Unterkonstruktion befestigt sind. Die ermittelten Widerstandswerte der geklammerten Deckung gelten jeweils nur für die geprüfte Klammer-Pfannen-Lattung-Kombination. FOS® führt die benötigen Prüfverfahren an den Prüfständen in der Anwendungstechnik durch und speist die Werte in den FOS WindCHECK® ein.

Wie kann die Windsogberechnung für ein Gebäude und Deckmaterial schnell und einfach durchgeführt werden?

Die Ermittlung der Sturmklammern mit ausreichend hohem Abhebewiderstand, spezifisch für eine Lattung, einen Deckwerkstoff und ein Gebäude mit Lage in Deutschland, Österreich und Polen, kann mit unserem Windsogberechnungstool FOS WindCHECK® durchgeführt werden. Die Windsogberechnung erfolgt für Deutschland nach den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks und für Österreich nach den Ö-Normen EN 1991-1-4 und B 3419. Das Ergebnis beinhaltet neben Klammertyp und Stückzahl auch das Befestigungsschema, welches die Anordnung der Klammern aufzeigt.

Was ist in Bezug auf Zuordnungen zu beachten?
Eine Klammer gleicher Ausführung kann auf unterschiedlichen Dachpfannen Anwendung finden, der Abhebewiderstand jedoch muss im Prüfverfahren für jede Kombination jeweils neu ermittelt werden. Zuordnungen und Befestigungsschema dürfen nicht auf andere Objekte, Sturmklammern, Deckwerkstoffe oder Traglatten übertragen werden.

Die Prüfverfahren für die Abhebewiederstände werden von FOS® mit Musterlattungen der Sortierung S10 und Musterdachpfannen am Prüfstand durchgeführt. Abweichungen, die sich aus den Toleranzen an den drei Komponenten Deckwerkstoff, Traglattung und Befestigungselement ergeben, können nicht berücksichtigt werden.

Durch den Nachweis zur Eignung der Sturmklammer durch die Systemprüfung ist eine zusätzliche bauaufsichtliche Zulassung nicht notwendig. Laut der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB), Ausgabe 2017/1, sind die Klammern „Bauprodukte, die keines Verwendbarkeitsnachweises bedürfen“. Die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erstellte Verwaltungsvorschrift ist – gemeinsam mit der neuen Musterbauordnung – als Ersatz für die Bauregelliste und die Liste der Technischen Baubestimmungen schrittweise in den Bundesländern eingeführt worden.