Steuerbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen

Wichtige Informationen für Dachdeckerbetriebe und Immobilienbesitzer

FOS Dachsanierung Steuerbonus
Ende 2019 haben Bundestag und Bundesrat den Steuerbonus für energetische Gebäudesanierung beschlossen. Für Besitzer von selbstgenutzten Wohnhäusern und selbstbewohnten Eigentumswohnungen innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums bedeutet das Steuer-Erleichterungen für Sanierungsmaßnahmen.

Steuerlich gefördert werden energetische Sanierungsmaßnahmen wie Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken und die Erneuerung von Fenstern, Aussentüren, Heizungs- und Lüftungsanlagen. Ebenfalls gefördert wird die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind. Der Steuerbonus gilt sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Sanierungspakete, vorausgesetzt, das begünstigte Objekt ist bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre.
Durchgeführt werden müssen die Sanierungen von einem Fachunternehmen, das in der Anlage A der Handwerksordnung aufgeführt ist und die korrekte Umsetzung der Maßnahmen bescheinigen kann.

Steuerermäßigungen nach § 35c EStG sind unter der Voraussetzung möglich, dass die energetischen Sanierungsmaßnahmen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Kosten für die energetische Sanierung nicht schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder als öffentlich geförderte Maßnahme berücksichtigt worden sind. Bei einer KfW-Förderung kann die Steuererleichterung nicht zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Die Sanierungskosten können von 2020 bis 2029 über drei Jahre verteilt von der Steuer abgesetzt werden; erstmalig in dem Kalenderjahr, in dem die Sanierung abgeschlossen wird. Ermäßigt wird die Einkommensteuer im ersten und zweiten Kalenderjahr um je sieben Prozent der Aufwendungen des Steuerzahlers, höchstens jedoch um je 14.000 Euro. Im dritten Kalenderjahr können weitere sechs Prozent der Aufwendungen geltend gemacht werden, höchstens jedoch 12.000 Euro für die begünstigte Immobilie. Insgesamt kann für jedes Objekt ein Förderbetrag in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen - höchstens jedoch 40.000 Euro - im Laufe von drei Jahren nach Abschluss der Sanierung abgesetzt werden.